07.07.2010 12:13
Baubeginn für die „Sonneninsel“!
Endlich geht’s los!
Einen Spatenstich, der die Menschen in Salzburg bewegt, feierte die
Salzburger Kinderkrebshilfe heute in Seekirchen am Wallersee. Mit dem
Baustart der „Sonneninsel“ erhält Österreich erstmals ein
psycho-soziales Nachsorgezentrum für krebskranke Kinder, Jugendliche und
deren Familien. Dank der Großsponsoren und der unzähligen privaten
Unterstützer sind mittlerweile schon 50 % der Kosten für den Bau und den
laufenden Betrieb bzw. die Therapien gedeckt. Um die „Sonneninsel“
nachhaltig zu sichern, sind aber weitere Spenden nötig, betonten die
Projektinitiatoren bei der Pressekonferenz heute in Seekirchen am
Wallersee.
„Mit dem Spatenstich können wir endlich den
Startschuss zum Bau der ‚Sonneninsel‘ geben. Dem vorangegangen sind eine
intensive Planungsphase und zahlreiche Spendenaktionen zugunsten des
Projektes. Nur dank unserer Großsponsoren und der vielen Unterstützer
haben wir schon 50 % der Bau- und Betriebs- bzw. Therapiekosten
gesammelt“, gab Heide Janik heute bekannt. Für die Obfrau der Salzburger
Kinderkrebshilfe ist die „Sonneninsel“ zu einem echten Lebenswerk
geworden, für das sie persönlich sehr viel Verantwortung übernommen hat.
Bis nächstes Jahr soll der Traum nun Wirklichkeit werden.
Großes
Lob an die Sponsoren und Partner der ersten Stunde
Das
aktuelle Spendenergebnis ist insofern bemerkenswert, als es – mit
Ausnahme der Beteiligung des Landes Salzburgs in Höhe von 200.000 Euro –
ausschließlich aus privaten Geldern stammt. Besonders engagiert sind
der Lions Club Seekirchen-Wallersee und alle weiteren Lions Clubs in
Österreich. Sie haben gemeinsam fast die Hälfte der bisherigen
Spendensumme aufgebracht. „ Die ‚Sonneninsel‘ ist ein einzigartiges
Modellprojekt für krebskranke Kinder, Jugendliche und deren Familien.
Das Ziel, dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, entspricht auch
unseren Leitlinien. Und krebskranke Kinder, Jugendliche und deren
Familien brauchen ohne Zweifel jede Unterstützung“, betont Dr. Hannes
Rosner, Präsident des Lions Clubs Seekirchen-Wallersee.
Zu den größten privaten Sponsoren zählen auch die Salzburger Nachrichten mit ihrer Leserschaft, die im Rahmen der Aktion „SN Christkindl“ eine Welle der Spendenbereitschaft zugunsten der „Sonneninsel“ ausgelöst haben. Das Tolle an der „Sonneninsel“: Die Spendenbereitschaft geht quer durch alle Gesellschaftsschichten in Salzburg. Zahlreiche österreichische Firmen haben ihre Hilfe mittels Sach- und Geldspenden zugesagt, unzählige Privatpersonen tragen dieses Projekt mit. Außerdem basiert die „Sonneninsel“ auf einer breiten politischen Zustimmung: einige Bundesländer haben bereits ihre Unterstützung zugesichert.
Bürgermeisterin Mag. Monika Schwaiger überraschte die Anwesenden, als sie am Ende ihrer Rede verkündete, dass mit eintimmigem Gemeinderatsbeschluss € 15.000,- an die Sonneninsel GmbH gespendet werden. Ebenso ließ auch LHF Mag. Gaby Burgstaller aufhorchen, als sie davon sprach, die Reichen der Festspielbesucher für eine großzügige Unterstützung der Sonneninsel bewegen zu wollen.
Zahlen
und Fakten zum Bau der „Sonneninsel“
Insgesamt sollen
mithilfe der Spenden neben den Netto-Errichtungskosten von 4,6 Millionen
Euro auch die laufenden Betriebs- und Therapiekosten in Höhe von
500.000 Euro pro Jahr finanziert werden. Dafür hat die „Sonneninsel“
ihren Schützlingen einiges zu bieten. Inmitten eines 15.000 m² großen
Grundstückes unmittelbar am Wallersee in Seekirchen entstehen vier
Funktions- und Wohngebäude mit einem zentralen Innenhof in der Mitte. In
der modernen Anlage können zeitgleich rund 50 Personen wetterunabhängig
betreut werden.
Kraft und Mut tanken für ein Leben nach
dem Krebs
Die Krebserkrankung hinterlässt deutliche
Spuren bei den betroffenen Kindern und ihren Angehörigen. Umso wichtiger
ist es, dass sie nach dem erfolgreichen Kampf gegen die Krankheit
wieder Kraft und Mut für ein Leben nach dem Krebs tanken können. Genau
das ist künftig in der „Sonneninsel“ möglich. Kinder, Jugendliche und
deren Familien aus ganz Österreich können dort sämtliche psycho-sozialen
Nachsorge-Programme und -Camps unter therapeutischer Begleitung
wahrnehmen. Dabei sollen sie lernen, die eigene Krankheitsgeschichte zu
verarbeiten, das Selbstwertgefühl zu stärken und Fähigkeiten wieder zu
entdecken. Der Austausch mit gleich Betroffenen, Erholung von der
Krankheit sind in der „Sonneninsel“ ebenso möglich wie Seminare für
trauernde Eltern, Fortbildungen und Aufenthalte für Langzeitüberlebende.
Auch haben bereits einige Landesorganisationen außerhalb von Österreich
ihr Interesse bekundet, die Leistungen des Zentrums in Anspruch nehmen
zu wollen.
„Mithilfe von vielseitigen Freizeitangeboten,
psychotherapeutischer Unterstützung und Spaß und Freude
miteinander möchten wir die Kinder, Jugendlichen und deren Familien aus
dem Krankheitsalltag wieder zurück ins normale Leben begleiten. Damit
die Sonne hier am Wallersee auch dauerhaft für unsere kleinen
Krebspatienten scheint, bitten wir weiterhin um tatkräftige
Unterstützung“, rufen Heide Janik und Hannes Rosner zu weiteren
Spenden auf.
Hier finden Sie Rede des Past-Präsidenten Dr. Hannes Sollereder anläßlich der Spatenstichfeier.