28.05.2009 17:38
Lebensqualität und Rückkehr in die Normalität
Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe baut psychosoziales Nachsorgezentrum „Sonneninsel“ für krebskranke Kinder und Jugendliche
(Wien/Seekirchen am Wallersee) Auf einem 15.000 m² großen Grundstück in Seekirchen am Wallersee (Sbg.) wird die Österreichische Kinder-Krebs-Hilfe für krebskranke Kinder, Jugendliche und deren Familien ein Nachsorgezentrum, die „Sonneninsel“, errichten. Mit der Errichtung der Sonneninsel wird ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Rückkehr in die Normalität des Lebensalltags der jungen Patienten und Patientinnen und ihrer Familien getan.
250 Kinder und Jugendliche erkranken in Österreich jedes Jahr an Krebs. Die Diagnose verändert das Leben der gesamten Familie mit einem Schlag. Auch wenn die Therapie vorbei ist, bleibt die Krankheit Bestandteil des Lebens aller Familienmitglieder. In der „Sonneninsel“ bekommen (ehemalige) PatientInnen und ihren Angehörigen durch ein psychosoziales Nachsorge-Angebot die so nötige Unterstützung, um nach der schwierigen Zeit der Therapie und langen Krankenhausaufenthalten wieder Fuß zu fassen und Selbstvertrauen aufbauen zu können.
Baukosten und laufende Kosten
Die moderne, behindertengerechte Anlage mit Errichtungskosten in der Höhe von 3,5 Mio. Euro soll mit Hilfe von Sponsoren und Sponsorinnen entstehen und die psychosoziale Nachsorge von an Krebs betroffenen Kindern und Jugendlichen in Österreich gewährleisten. Für die laufenden Kosten von 600.000 Euro/Jahr hat sich die Kinder-Krebs-Hilfe einen starken Partner an Bord geholt: Der Lionsclub Seekirchen hat zugesichert, in Zusammenarbeit mit allen Lionsclubs in Österreich, die Hälfte der Therapiekosten für die ersten fünf Jahre auf die Beine zu stellen.
„Sonneninsel“ bietet breites Nachsorge-Angebot
Etwa 50 Personen soll die „Sonneninsel“ Platz bieten und neben den Nachsorge-Camps für betroffene Kinder und Jugendliche und deren Geschwister u.a. auch für Elterntreffen, Familienseminare, selbständige Projekte ehemaliger KrebspatientInnen, Seminare für verwaiste Eltern und Fortbildungen im Bereich der Nachsorge zur Verfügung stehen. Der Name „Sonneninsel“ soll zum Ausdruck bringen, dass dort den Kindern und Jugendlichen Erholung, Kraft und Selbstvertrauen für ein Leben nach ihrer Erkrankung mitgegeben werden soll.
Das Projekt "Sonneninsel" wurde von der Österreichischen-Kinder-Krebs-Hilfe, vertreten durch den Präsidenten Dr.- Moser und Geschäftsführerin Anita Kienesberger, der Obfrau der Salzburger Kinderkrebshilfe, Heidi Janik, sowie den Lions Dr. Hannes Sollereder und Bürgermeister ÖR Hans Spatzenegger vorgestellt.
Das Team der Lions aus Seekirchen mit den Grundeigentümern und Vertretern der Kinder-Krebs-Hilfe aus Wien und Salzburg.