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Die Ziele des Nachsorgezentrum

Der Aufenthalt soll den Kindern und Jugendlichen bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erfahrung mit der lebensbedrohenden Erkrankung helfen. Sie können mit anderen Betroffenen ihre Krankheitserfahrungen reflektieren und ihr Selbstwertgefühl stärken. Erfahrungsaustausch und Kontakt mit gleich betroffenen Kindern und Jugendlichen, das Wiederentdecken der körperlichen Möglichkeiten und das Vertrauen in den eigenen Körper gelingt meist in dieser Zeit. Fähigkeiten und Gefühle werden wieder hervorgeholt, die eigene Bedürfnisse und Grenzen kennen gelernt. Selbstbestimmung, Unabhängigkeit zu erfahren und einzuüben, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, Strategien für den Alltag zu entwickeln und nicht zuletzt die Erholung von der Krankheit sind erklärte Ziele dieser Aufenthalte.

Wie werden nun diese Ziele erreicht?

Kreatives und handwerkliches Gestalten wie z.B. Malen und Töpfern, Gespräche mit gleichaltrigen, ebenfalls Betroffenen, psychotherapeutisch geleitete Einzelgespräche, Musik-, Theater- und Rollenspiele, Entspannungsübungen, vor allem aber Spaß und Freude miteinander tragen wesentlich zu einem erfolgreichen Aufenthalt bei. Die Kinder und Jugendlichen werden auch die vielfältigen Möglichkeiten der Sportstadt Seekirchen und die herrliche Naturlandschaft nutzen. Mit erlebnispädagogischen Methoden wie Klettern, Kanu fahren, Outdoor-Aktivitäten je nach Jahreszeit, werden die Menschen der Sonneninsel die Stadt Seekirchen bereichern.

Bild Sonneninsel
v.l.: Anita Kienesberger (Österreichischen-Kinder-Krebs-Hilfe), Hannes Sollereder (LC Seekirchen), Heidi Janik (Obfrau Sbg. Kinderkrebshilfe) und Arch. Gert Cziharz bei der Projektpräsentation in Seekirchen. Bild: Chris Hofer

LF Gert Cziharz, Architekt der Sonneninsel

"Die Probleme mit denen krebskranke Kinder konfrontiert sind, wenn sie sich über Monate einer
Krebstherapie unterziehen müssen ist mir das erste mal so voll bewusst geworden, als wir im
Jahre 1993 den Auftrag bekamen, das Kinderspital in den Salzburger Landeskrankenanstalten
umzubauen. Dabei entstand eine neue Krankenstation für Kinder und Jugendliche, die an dieser
lebensbedrohenden Krankheit erkrankt sind. Diese Behandlung, die in den letzten Jahren immer
erfolgreicher wurde ist aber bis heute bei uns in Österreich mit dem Mangel behaftet, dass die
Kinder nach ihrer Intensivbehandlung im Krankenhaus einer weiteren besonderen psychischen
Betreuung nach internationalem Vorbild in einem so genannten Nachsorgezentrum bedürfen.
Dieses wird nun in Seekirchen errichtet."